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30.7.2010 : 4:44 : +0200

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Bei der Pflege
Der 12er-Bulldog stand noch eine ganze Zeit hinter dem Schuppen. Man wußte nicht so recht, was man mit ihm machen sollte. Verkaufen konnte man ihn nicht nicht mehr, denn zum Arbeiten wollte ihn keiner mehr haben. Andererseits stand er im Weg und begann zu vergammeln. So entschloß man sich eines Tages, ihn zu zerlegen. Diese Aufgabe war mir zugedacht. Sie stellte für mich eine große Herausforderung dar, die ich mit meinen 13 Jahren aber unbedingt bewältigen wollte. So dauerte es nur wenige Wochen, bis der Bulldog immer mehr in seine Einzelteile zerfiel, bis schließlich eines Tages der Schrotthändler vorfuhr und die Teile auf seinen Lastwagen auflud. Immerhin brachte der Bulldog auf diese Art noch eine beträchtliche Summe Geld.
Zu Beginn der sechziger Jahre kaufte mein Vater dann eine Wöhrle-Dreschmaschine mit einer wesentlich größeren Dreschleistung. Zum Antrieb war
Der 20er-Bulldog vorgesehen. Schnell merkte man jedoch, daß der Bulldog für diese große Maschine zu schwach war. Er wurde damals durch den 32 PS starken Halbdiesel-Bulldog D 3206 ersetzt, der gerade neu auf den Markt gekommen war. Mit diesem Bulldog zu arbeiten, war eine wahre Freude. Noch heute ereinnere ich mich gerne an die lobenden Worte meines Vaters, wenn er beispielsweise den Kraftstoffvorrat während des Dreschens prüfte und fast keinen Verbrauch feststellte. So konnte er immer sagen, daß nach einer Stunde harten Dreschens der Tankinhalt gerade mal um einen Zentimeter abgenommen hatte.
Als nach mehreren Jahren harter Arbeit mit dieser zuverlässigen Maschine eine größere Reparatur an der Kurbelwelle anstand, wurde auch dieser Bulldog stillgelegt. Die Reparatur rechnete sich nicht mehr. So kam ein Halbdiesel vom Typ D 2806 in den Betrieb. Der 32-PS-Bulldog stand wieder auf dem Abstellgleis, doch für ihn hatte man einen Platz innerhalb des Schuppens gefunden. So stand er im Trockenen und nahm keinen weiteren Schaden. Dieser Entschluß kam uns Jahre später wieder zugute, den 1991 hatten wir beschlossen, den Bulldog doch zu reparieren. Als Mitte der neunziger Jahre mein Sohn dann den Wunsch äußerte, einen eigenen Bulldog zu besitzen, begann erneut eine Suche.
Schließlich wurden wir gleich doppelt fündig. Es kam ein 16-PS-Volldiesel und ein 13-PS-Bulldog mit TWN-Motor ins Haus. Dann dauerte es nochmals rund ein halbes Jahr, bis beide Maschinen mit Original-Ersatzteilen reapariert waren und wieder eingesetzt werden konnten. In den folgenden zwei Jahren war der Volldiesel- Bulldog das Fahrzeug meines Sohnes. Es war mit einer schwarzen Nummer ausgerüstet, und so konnte er,
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